Die Trocknung von Feststoffen mit IR folgt grundlegend anderen Prinzipien als die Trocknung mit Luft. Während bei dieser die Wärme von außen herangeführt wird, um die Partikel über Konvektion zu erhitzen, dringt Infrarot-Strahlung in Festkörper ein und regt dort die Moleküle im Inneren direkt zur Schwingung an.
Der Clou: Wärme ist physikalisch als genau diese molekulare Schwingung definiert.
Beim konvektiven Trocknen wird in Bezug auf das Granulat eine von außen wirkende Druckdifferenz angelegt: erwärmte und getrocknete Luft mit niedrigem Taupunkt (-20bis -40°C) soll die innere Feuchte aus dem Kron herausziehen.
IR-Strahlung dringt in das Korninnere und treibt die Feuchte in die kühle Umgebung
Ganz anders beim IRD-Trocknen: hier wird die Feuchte durch Wärme und photomolekularen Effekt im Inneren des Kornes direkt mobilisiert. Es entsteht ein sofort wirkendes hohes Partialdruckgefälle gegenüber dem äußeren Normaldruck . So lässt sich die verblüffend schnelle Stofftrennung erklären.
Das im Festkörper enthaltene Wasser wird durch die Erwärmung von innen nach außen getrieben - dahin wo es deutlich kühler ist, denn die Luft wird durch Infrarot nicht erwärmt. Da die kühle Prozessluft sich vielmehr am Korn erwärmt, besteht dort immer ein ausreichendes Partialdruckgefälle zum Abtransport der Feuchtigkeit. Die am Korn erwärmte feuchtehaltige Prozessluft entfernt sich vom Korn in natürlicher Konvektion. Im Drehrohr wird diese Luft nach außen gefördert und abgeführt.
Einstufige B.IRD-Trocknung inline
Es entfällt vollständig: Die Erwärmung von Luft und die anschließende Entfeuchtung der heißen Luft mit Trocknungsmitteln sowie der Aufwand für deren Regeneration, wie es in der herkömmlichen Trocknung notwendig ist.
B.IRD bietet damit eine deutliche Prozessvereinfachung bei gleichzeitiger Beschleunigung der Trocknung um ein Vielfaches. Dadurch wird ein Inline-Betrieb möglich, in dem nur das Material vorgehalten wird, was zur kontinuierlichen Versorgung des Aufschmelzaggregates benötigt wird.
